Zukunft des Kraftwerkstandortes Schkopau

Kleine Anfrage vom 14.03.2024

Klima-, Natur-, Umweltschutz & Energie in Sachsen-Anhalt, Sachsen-Anhalt Süd (Mansfeld-Südharz, Saalekreis, Burgenlandkreis)

Die Landesregierung beantwortet eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Sebastian Striegel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zum Thema Zukunft des Kraftwerkstandorts Schkopau. Darin erläutert das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, dass die Braunkohleverstromung in Schkopau aufgrund des Kohleausstiegsgesetzes spätestens Ende 2034 endet, wobei ein Vorziehen des Ausstiegs rechtlich möglich bleibt.

Es stellt sich heraus, dass der Betreiber bereits intensiv an wasserstofffähigen Alternativen (H2-ready) arbeitet, darunter ein großes GuD-Spitzenlastkraftwerk sowie ein Hybridkraftwerk, um die Energie- und Dampfversorgung für den umliegenden Chemiepark und das Bahnstromnetz langfristig zu sichern. Die Landesregierung begrüßt diese Pläne zur Standortsicherung, weist jedoch darauf hin, dass verbindliche Investitionsentscheidungen und Zeitpläne noch von den finalen Rahmenbedingungen der Kraftwerksstrategie des Bundes abhängen. Kurz: Während die Kohle durch wirtschaftlichen Druck und CO2-Kosten an Bedeutung verliert, wird Schkopau als potenzieller Wasserstoff-Knotenpunkt für die regionale Industrie und Versorgungsicherheit positioniert; die konkrete Umsetzung wartet jedoch noch auf stabile politische Leitplanken.

Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Sebastian Striegel

Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innenpolitik, Recht, Energie und Digitalisierung

Tel.:0391 560 4004
E-Mail: sebastian.striegel@gruene-fraktion-lsa.de
Web: sebastian-striegel.de
Wie hat dir der Beitrag gefallen?