Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen Sachsen-Anhalts bei der Kontaktbahnung im Ausland

Kleine Anfrage vom 18.02.2025

Wirtschaft, Finanzen & Wissenschaft in Sachsen-Anhalt

Die Kleine Anfrage „Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen Sachsen-Anhalts bei der Kontaktanbahnung im Ausland“ wurde im Oktober 2024 vom Landtagsabgeordneten Olaf Meister (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) im Landtag von Sachsen-Anhalt eingebracht. Mit der parlamentarischen Anfrage wollte der Abgeordnete wissen, wie das neue Förderprogramm des Landes für kleine und mittlere Unternehmen genutzt wird, welche Ergebnisse es bisher gibt und wie die Finanzierung aussieht. Grundlage der veröffentlichten Drucksache ist die Antwort der Landesregierung auf diese Kleine Anfrage.

Im Mittelpunkt steht ein Förderinstrument, mit dem Unternehmen aus Sachsen-Anhalt beim Aufbau internationaler Geschäftskontakte unterstützt werden sollen. Kleine und mittlere Unternehmen können dabei einen pauschalen Zuschuss erhalten, um neue Märkte im Ausland zu erschließen. Ziel ist es, die Wirtschaft des Landes breiter aufzustellen und Unternehmen unabhängiger von einzelnen Absatzmärkten zu machen. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten sollen Firmen dadurch bessere Chancen bekommen, internationale Partner zu finden und neue Exportmärkte zu erschließen.

Die Landesregierung erklärt in ihrer Antwort, dass das Förderprogramm seit Juni 2023 läuft und zunächst bis Ende 2024 getestet wird. Danach soll überprüft werden, wie erfolgreich das Instrument tatsächlich ist. Bisher wurden 20 Förderbescheide vergeben. Gefördert wurden unter anderem Unternehmen aus dem Baugewerbe, dem Maschinenbau, der Chemiebranche, dem Metallbau sowie Dienstleistungsunternehmen. Die beteiligten Firmen kommen aus verschiedenen Regionen Sachsen-Anhalts, darunter Magdeburg, Halle, Stendal, Bitterfeld-Wolfen oder Salzwedel. Als Zielmärkte wurden Länder in Europa, Afrika, Asien und Südamerika genannt.

Die Kleine Anfrage macht außerdem deutlich, dass das Land bislang jährlich 50.000 Euro für das Programm bereitstellt. Im Jahr 2024 stieg die Nachfrage nach der Förderung deutlich an. Nach Angaben der Landesregierung liegt das auch daran, dass Kammern und Wirtschaftsorganisationen stärker für das Angebot geworben haben. Für die Jahre 2025 und 2026 sollen erneut jeweils 50.000 Euro im Haushalt eingeplant werden.

Für Bürger*innen in Sachsen-Anhalt ist das Thema relevant, weil erfolgreiche mittelständische Unternehmen Arbeitsplätze sichern und regionale Wirtschaftskraft stärken. Wenn Firmen neue internationale Kunden gewinnen, kann das langfristig Investitionen und Beschäftigung im Land fördern. Die Anfrage zeigt zugleich, wie parlamentarische Kontrolle funktioniert: Abgeordnete fragen nach, ob Förderprogramme sinnvoll eingesetzt werden, wie Steuergelder verwendet werden und ob politische Maßnahmen tatsächlich Wirkung entfalten.

Ansprechpartner*innen

Olaf Meister
Olaf Meister

Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Kommunales, Wissenschaft und Tourismus

Tel.:0391 560 4017
E-Mail: olaf.meister@gruene-fraktion-lsa.de
Web: olaf-meister.de
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