Klima-, Natur-, Umweltschutz & Energie in Sachsen-Anhalt
Unter dem Titel „Tagebaufolgeflächen zur Erzeugung erneuerbarer Energien“ haben Olaf Meister und Wolfgang Aldag untersucht, wie die neuen bundesrechtlichen Erleichterungen im Baugesetzbuch (§ 249b BauGB) in Sachsen-Anhalt genutzt werden können. Diese Regelungen erlauben es den Ländern, Tagebauflächen per Verordnung für Wind- und Solarenergie zu öffnen, selbst wenn regionale Pläne dem eigentlich entgegenstehen.
Die Antwort der Landesregierung zeigt, dass das Potenzial in Sachsen-Anhalt vor allem in der Planungsregion Halle (Bereiche Profen und Amsdorf) liegt. Während aktive Abbaugebiete kurzfristig nur bedingt geeignet sind, gibt es bereits konkrete Fortschritte:
- Windpark Profen I: 9 Anlagen sind bereits seit 2017 in Betrieb.
- Windpark Profen II: Hier ist die Errichtung von 10 weiteren modernen Windenergieanlagen (60 MW Gesamtleistung) in Planung.
- Repowering: Im Bereich der Hochkippe Golpa II (Landkreis Wittenberg) sollen 8 alte Anlagen durch 4 leistungsstärkere ersetzt werden.
Kritisch merken die Fragesteller an, dass die Landesregierung noch zögert, die neue Verordnungsermächtigung voll auszuschöpfen. Das Ministerium macht dies davon abhängig, ob das Landesziel von 2,2 % Windfläche anderweitig erreicht werden kann. Für die Grüne Fraktion ist klar: Die riesigen, oft unbelasteten Flächen der Bergbaufolgelandschaften sind prädestiniert für den Ausbau der Erneuerbaren und die Ansiedlung von Wasserstoff-Elektrolyseuren.
Ansprechpartner*innen

Olaf Meister
Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Kommunales, Wissenschaft und Tourismus
| Tel.: | 0391 560 4017 |
| E-Mail: | olaf.meister@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | olaf-meister.de |

Wolfgang Aldag
Sprecher für Klima, Natur, Umwelt und Kultur
| Tel.: | 0391 560 4023 |
| E-Mail: | wolfgang.aldag@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | wolfgangaldag.de |