Tagebaufolgeflächen zur Erzeugung erneuerbarer Energien

Kleine Anfrage vom 20.01.2023

Klima-, Natur-, Umweltschutz & Energie in Sachsen-Anhalt

Unter dem Titel „Tagebaufolgeflächen zur Erzeugung erneuerbarer Energien“ haben Olaf Meister und Wolfgang Aldag untersucht, wie die neuen bundesrechtlichen Erleichterungen im Baugesetzbuch (§ 249b BauGB) in Sachsen-Anhalt genutzt werden können. Diese Regelungen erlauben es den Ländern, Tagebauflächen per Verordnung für Wind- und Solarenergie zu öffnen, selbst wenn regionale Pläne dem eigentlich entgegenstehen.

Die Antwort der Landesregierung zeigt, dass das Potenzial in Sachsen-Anhalt vor allem in der Planungsregion Halle (Bereiche Profen und Amsdorf) liegt. Während aktive Abbaugebiete kurzfristig nur bedingt geeignet sind, gibt es bereits konkrete Fortschritte:

  • Windpark Profen I: 9 Anlagen sind bereits seit 2017 in Betrieb.
  • Windpark Profen II: Hier ist die Errichtung von 10 weiteren modernen Windenergieanlagen (60 MW Gesamtleistung) in Planung.
  • Repowering: Im Bereich der Hochkippe Golpa II (Landkreis Wittenberg) sollen 8 alte Anlagen durch 4 leistungsstärkere ersetzt werden.

Kritisch merken die Fragesteller an, dass die Landesregierung noch zögert, die neue Verordnungsermächtigung voll auszuschöpfen. Das Ministerium macht dies davon abhängig, ob das Landesziel von 2,2 % Windfläche anderweitig erreicht werden kann. Für die Grüne Fraktion ist klar: Die riesigen, oft unbelasteten Flächen der Bergbaufolgelandschaften sind prädestiniert für den Ausbau der Erneuerbaren und die Ansiedlung von Wasserstoff-Elektrolyseuren.

Ansprechpartner*innen

Olaf Meister
Olaf Meister

Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Kommunales, Wissenschaft und Tourismus

Tel.:0391 560 4017
E-Mail: olaf.meister@gruene-fraktion-lsa.de
Web: olaf-meister.de
Wolfgang Aldag
Wolfgang Aldag

Sprecher für Klima, Natur, Umwelt und Kultur

Tel.:0391 560 4023
E-Mail: wolfgang.aldag@gruene-fraktion-lsa.de
Web: wolfgangaldag.de
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