Mobilität in Sachsen-Anhalt Nord (Altmark-Kreise)
Das Dokument ist die Antwort der Landesregierung von Sachsen-Anhalt auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Cornelia Lüddemann (Bündnis 90/Die Grünen). Thema der Anfrage ist die Sicherung der Fahrradmitnahme im Schienenersatzverkehr auf der Bahnstrecke Berlin–Hamburg im Zusammenhang mit einer umfassenden Generalsanierung dieser Strecke ab dem 1. August 2025. Der Schienenersatzverkehr (SEV) wird während der Bauzeit eingesetzt, weil reguläre Regionalzüge ausfallen. Die Landesregierung antwortet, dass die kostenlose Fahrradmitnahme im SEV im Rahmen des vorhandenen Platzes mit den Busunternehmen vertraglich geregelt ist und somit grundsätzlich möglich ist. Fahrräder können im Bus mitgenommen werden, wobei Rollstühle und Kinderwagen Vorrang haben. Für kosteneffiziente Lösungen zur Fahrradmitnahme wurden Rahmenverträge über die zentrale Vergabestelle DB InfraGO AG geschlossen, in denen das Land und der Bund die Kosten teilen.
Aus grüner Sicht wäre es sinnvoll, die Fahrradmitnahme im Schienenersatzverkehr verbindlicher und besser planbar zu gestalten – etwa durch standardisierte, höhere Fahrradkapazitäten in Ersatzbussen oder ergänzende Transportangebote. Dadurch könnte die Akzeptanz von Bauprojekten im Bahnverkehr erhöht und gleichzeitig eine klimafreundliche Mobilität gefördert werden. Hintergrund ist der, dass SEV oftmals nicht ausreichend Kapazitäten besitzt und dadurch Fahrradfahrende und Rohlstuhlfahrer*innen benachteiligt werden.
Ansprechpartner*innen

Cornelia Lüddemann
Fraktionsvorsitzende; Sprecherin für Mobilität, Landesentwicklung und ländliche Räume
| Tel.: | 0391 560 4004 |
| E-Mail: | cornelia.lueddemann@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | cornelia-lueddemann.de |