
Gesundheit, Soziales & Gleichstellung in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt gibt es für Geflüchtete zwar allgemeine sozialpsychiatrische Hilfen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten sowie ein spezielles Psychosoziales Zentrum für Migrantinnen und Migranten mit Standorten in Magdeburg, Halle und Stendal, die Nachfrage ist aber deutlich höher als das vorhandene Angebot. Das Psychosoziale Zentrum berät und behandelt Menschen mit Fluchterfahrung unabhängig vom Aufenthaltsstatus und erreichte 2024 landesweit mehr als 620 Personen, zugleich standen aber aktuell über 300 Menschen auf der Warteliste. Für einen Therapieplatz beträgt die Wartezeit dort derzeit neun bis zwölf Monate. Sprachbarrieren werden von der Landesregierung ausdrücklich als großes Problem benannt; das Zentrum arbeitet deshalb mit geschulten Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern. Zusätzlich gibt es in fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten ehrenamtliche Patientenfürsprecher, nur in Dessau-Roßlau und im Landkreis Wittenberg noch nicht. Die Finanzierung läuft teils über allgemeine Landesmittel nach dem PsychKG, teils über Projektförderungen, unter anderem für psychosoziale Beratung und Begleitung von Geflüchteten, besonders auch für Menschen aus der Ukraine. Insgesamt zeigt die Antwort: Es gibt wichtige Strukturen, aber der Bedarf an psychosozialer Unterstützung für Geflüchtete ist bislang nicht gedeckt.
Ansprechpartner*innen

Susan Sziborra-Seidlitz
Sprecherin für Bildung, Soziales, Arbeit, Gesundheit, Integration und Gleichstellung
| Tel.: | 0391 560 4107 |
| E-Mail: | susan.sziborra-seidlitz@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | www.sziborraseidlitz.de |

Sebastian Striegel
Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innenpolitik, Recht, Energie und Digitalisierung
| Tel.: | 0391 560 4004 |
| E-Mail: | sebastian.striegel@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | sebastian-striegel.de |