Sicherheit & Mitbestimmung in Sachsen-Anhalt Süd (Mansfeld-Südharz, Saalekreis, Burgenlandkreis)
Am 8. November 2025 führte die Polizei in der sogenannten Villa Barbarossa in Schkopau einen Einsatz durch, weil Hinweise auf eine mögliche rechtsextremistische Musikveranstaltung vorlagen. Ziel war es, mögliche Gefahren abzuwehren und zugleich mögliche Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten beweissicher zu verfolgen. Der Einsatz dauerte von 18:44 Uhr bis 21:10 Uhr. Nach den Angaben der Landesregierung wurde die Veranstaltung zuvor auf der rechten Buchmesse „Seitenwechsel“ mit Handzetteln beworben. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte aber keine Hinweise auf eine rechtsextremistische Musikveranstaltung, sondern trafen etwa 50 Personen an, während elektronische Instrumentalmusik lief. Als Veranstalter trat nach polizeilichen Erkenntnissen ein 26-jähriger Deutscher aus Chemnitz auf. Seine Identität und die einer weiteren Person wurden festgestellt. Der Landespolizei zufolge ist der Veranstalter der Identitären Bewegung zuzurechnen; zu den übrigen Teilnehmenden lagen Polizei und Verfassungsschutzbehörde keine weiteren Erkenntnisse vor. Außerdem wurden zeitweise Kontrollstellen am Zu- und Abgang eingerichtet. Zur per Haftbefehl gesuchten Person Liebich teilt die Landesregierung mit, dass keine Erkenntnisse vorliegen, wonach sie oder Vertraute unter den Gästen gewesen seien; auch zu möglichen Schlussfolgerungen der Staatsanwaltschaft aus Veröffentlichungen über angebliche Insiderkenntnisse gebe es keine belastbaren Erkenntnisse.
Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innen, Recht, Digitales Leben, Migration und Religion
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