Polizeiarbeit im Bereich Cyberkriminalität

Kleine Anfrage vom 01.04.2024

Auf einem bläulich eingefärbten Bild befinden sich Glasfaserstränge.

Sicherheit & Mitbestimmung in Sachsen-Anhalt

Cyberkriminalität hat in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren stark zugenommen. In der Polizeilichen Kriminalstatistik stiegen die erfassten Fälle von Cybercrime im engeren Sinne von 1.899 im Jahr 2012 auf 7.294 im Jahr 2022, während die Aufklärungsquote im selben Zeitraum deutlich sank und 2022 nur noch bei 9,01 Prozent lag. Gleichzeitig macht die Antwort deutlich, dass die Landesregierung viele zentrale Fragen nur eingeschränkt beantworten kann: Weder die genaue Zahl der mit Cyberkriminalität befassten Polizeibeschäftigten noch die dafür konkret verfügbaren Haushaltsmittel lassen sich nach ihrer Darstellung valide beziffern, weil die Bearbeitung auf verschiedene Einheiten verteilt ist und Ressourcen nicht gesondert ausgewiesen werden. Für die Koordinierte Internetauswertung im Bereich politisch motivierter Kriminalität nennt die Landesregierung acht Dienstposten, zusätzlich sechs im Fachbereich Internetrecherche; seit 2022 gab es dort keinen Stellenaufwuchs. Seit Juni 2021 fertigte die KIA 28 Strafanzeigen wegen strafrechtlich relevanter Inhalte in sozialen Netzwerken. Unternehmen können sich zudem an die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime wenden, etwa bei Prävention, IT-Sicherheitsfragen oder nach Angriffen. Für die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik verweist die Landesregierung auf vereinbarte Kooperationsfelder wie Sensibilisierung, Vorfallberatung, Penetrationstests und Informationssicherheitsmanagement.

Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Sebastian Striegel

Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innenpolitik, Recht, Energie und Digitalisierung

Tel.:0391 560 4004
E-Mail: sebastian.striegel@gruene-fraktion-lsa.de
Web: sebastian-striegel.de
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