Sicherheit & Mitbestimmung in Halle (Saale)
- Januar 2026
Die Polizei wurde am 3. Januar 2026 in Halle auf das Fahrzeug aufmerksam, weil das hintere Kennzeichen nur provisorisch mit Klebeband befestigt war und sich bei der Abfrage zeigte, dass es zu einem anderen Auto gehörte. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollieren wollten, ignorierte der Fahrer das Anhaltesignal. Die Nachfahrt dauerte von 20:27 bis 20:31 Uhr und führte über mehrere Straßen in Halle; zunächst fuhr das Fahrzeug mit 40 bis 60 km/h, ab der Paul-Suhr-Straße dann mit bis zu 120 km/h. Das Lage- und Führungszentrum übernahm die Führung und wies unter anderem an, die Verhältnismäßigkeit zu beachten, bei zu großer Gefahr abzubrechen, nicht auf die Gegenfahrbahn zu fahren, keine Sperren zu errichten und das flüchtende Auto weder abzudrängen noch zu rammen. Bei dem Unfall wurden neben den sechs Insassen des flüchtenden Fahrzeugs noch ein weiterer Mensch im Gegenverkehr verletzt, außerdem wurde ein Verkehrsschild beschädigt. Die Landesregierung hält die Nachfahrt rückblickend für verhältnismäßig und sieht keine Anhaltspunkte dafür, dass die neuen Leitlinien für polizeiliche Nachfahrten verletzt wurden.
Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innenpolitik, Recht, Energie und Digitalisierung
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