Kosten für den Erwerb sowie Lizenzierung von IT-Software in der Landesverwaltung sowie Kosteneinsparung durch Open-Source-Lösungen

Kleine Anfrage vom 06.05.2026

Digitalisierung in Sachsen-Anhalt

Mit einer Kleinen Anfrage vom Mai 2026 möchte der Landtagsabgeordnete Sebastian Striegel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) mehr Transparenz über die Softwarekosten der Landesverwaltung in Sachsen-Anhalt schaffen und klären, welche Chancen der verstärkte Einsatz von Open-Source-Software bietet. Die parlamentarische Initiative richtet sich an die Landesregierung und umfasst insgesamt 20 Fragen zu den Ausgaben für IT-Software, möglichen Einsparungen und der digitalen Unabhängigkeit des Landes.

Hintergrund der Anfrage ist, dass die öffentliche Verwaltung jedes Jahr hohe Summen für den Kauf, die Lizenzierung und den Betrieb kommerzieller Software ausgibt. Gleichzeitig gibt es frei verfügbare Open-Source-Programme, die von vielen Behörden und Unternehmen genutzt werden und langfristig Kosten senken sowie die Abhängigkeit von einzelnen Softwareanbietern verringern könnten. Die Anfrage soll deshalb aufzeigen, wie hoch die bisherigen Ausgaben seit 2020 sind, welche Programme die größten Kosten verursachen und welche finanziellen Entwicklungen bis zum Jahr 2030 erwartet werden.

Darüber hinaus interessiert sich der Abgeordnete dafür, welche Open-Source-Lösungen in Sachsen-Anhalt bereits im Einsatz sind, welche Projekte geprüft, aber nicht umgesetzt wurden und welche Rolle bundesweite Initiativen wie openDesk oder openCode für die Digitalstrategie des Landes spielen. Außerdem wird gefragt, ob bei neuen IT-Beschaffungen Open-Source-Alternativen und offene Standards verpflichtend geprüft werden und wie die Landesregierung mit Risiken umgeht, die durch die Abhängigkeit von großen internationalen Software-, Cloud- oder KI-Anbietern entstehen können.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kleinen Anfrage sind mögliche Einsparungen und der Aufwand einer schrittweisen Umstellung auf Open-Source-Software. Die Landesregierung soll unter anderem darstellen, welche Kosten und Einsparpotenziale bei unterschiedlichen Umstellungsquoten entstehen könnten und welche Erfahrungen anderer Bundesländer – insbesondere Schleswig-Holstein – für Sachsen-Anhalt nutzbar sind.

Die Initiative soll dazu beitragen, die Digitalisierung der Landesverwaltung wirtschaftlicher, transparenter und unabhängiger zu gestalten. Für Bürger*innen in Sachsen-Anhalt ist das Thema relevant, weil ein effizienter Einsatz von Steuergeldern, eine sichere digitale Verwaltung und geringere Abhängigkeiten von einzelnen Softwareunternehmen die Leistungsfähigkeit öffentlicher Behörden langfristig stärken können. Grundlage der Zusammenfassung ist die Kleine Anfrage 8/3744 vom 6. Mai 2026.

Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Sebastian Striegel

Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innen, Recht, Digitales Leben, Migration und Religion

Tel.:0391 560 4004
E-Mail: sebastian.striegel@gruene-fraktion-lsa.de
Web: sebastian-striegel.de
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