Kenntnisse des Landesschulamts und der Schulleitung über einen Vorwurf der sexuellen Belästigung in einer Schule in Halle

Kleine Anfrage vom 10.10.2025

Bildung & Kultur in Halle (Saale)

In der Kleinen Anfrage geht es um die Frage, was Landesschulamt und Schulleitung über den Vorwurf sexueller Belästigung durch einen Lehrer an einer Schule in Halle wussten und wie sie damit umgegangen sind. Die Landesregierung erklärt, dass dem Landesschulamt zunächst nur ein anonymes Schreiben und allgemeine, nicht belegbare Vorwürfe bekannt gewesen seien; konkrete Erkenntnisse zu dem Fall habe es erst am 16. September 2025 gegeben, als eine Presseanfrage der Mitteldeutschen Zeitung und ein Schreiben einer Anwältin eingingen. Erst dadurch habe es belastbare Ermittlungsansätze gegeben, weshalb dann eigene Ermittlungen eingeleitet wurden. Die Antwort betont außerdem, dass in solchen Fällen immer zwischen dem Schutz der Schülerinnen und Schüler, der Unschuldsvermutung und der Fürsorgepflicht gegenüber der Lehrkraft abgewogen werden müsse; bloße Gerüchte reichten rechtlich nicht für disziplinarische Maßnahmen oder ein sofortiges Unterrichtsverbot aus. Sobald aber nach Auffassung des Landesschulamts ausreichende Anhaltspunkte vorlagen, wurde dem Lehrer die Führung der Dienstgeschäfte verboten, und er ist seitdem nicht mehr im Dienst.

Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Sebastian Striegel

Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innenpolitik, Recht, Energie und Digitalisierung

Tel.:0391 560 4004
E-Mail: sebastian.striegel@gruene-fraktion-lsa.de
Web: sebastian-striegel.de
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