Sicherheit & Mitbestimmung in Sachsen-Anhalt
Bei dieser parlamentarischen Initiative handelt es sich um die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Sebastian Striegel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Die Kleine Anfrage wurde im Mai 2026 eingereicht, die Antwort der Landesregierung erschien im Juni 2026.
Mit der Kleinen Anfrage möchte Sebastian Striegel mehr Transparenz darüber schaffen, wie die Justiz in Sachsen-Anhalt mit politisch motivierter Kriminalität aus dem Bereich „links“ umgeht. Gefragt wird unter anderem, welche Straftaten im ersten Quartal 2026 von Staatsanwaltschaften und Gerichten bearbeitet wurden, wie viele Verfahren eingestellt oder vor Gericht gebracht wurden und in welchen Fällen es zu Verurteilungen kam. Ziel der Initiative ist es, nachvollziehbar zu machen, wie konsequent politisch motivierte Straftaten verfolgt werden und wie die Strafverfolgungsbehörden arbeiten.
Die Antwort der Landesregierung enthält eine ausführliche Übersicht über die bearbeiteten Verfahren. Dazu gehören unter anderem Ermittlungen wegen Sachbeschädigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruchs, Hausfriedensbruchs oder anderer Straftaten, die von den Sicherheitsbehörden als politisch links motiviert eingestuft wurden. Aufgelistet werden außerdem Anklagen, Strafbefehle, Einstellungen von Verfahren und rechtskräftige Urteile. Damit wird deutlich, welche Fälle bereits abgeschlossen sind und welche sich noch in der Bearbeitung befinden.
Ein weiterer Aspekt der Anfrage betrifft die strafrechtliche Bewertung politischer Tatmotive. Die Landesregierung erläutert, dass Gerichte und Staatsanwaltschaften politische Beweggründe grundsätzlich bei der Strafzumessung berücksichtigen können, soweit dies gesetzlich vorgesehen ist. Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass nicht gesondert erfasst wird, in welchen einzelnen Verfahren solche Motive ausdrücklich strafverschärfend berücksichtigt wurden.
Das Thema ist für die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt relevant, weil politisch motivierte Straftaten das demokratische Zusammenleben beeinträchtigen und das Vertrauen in den Rechtsstaat berühren. Die Kleine Anfrage soll dazu beitragen, die Arbeit von Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten nachvollziehbarer zu machen und die öffentliche Kontrolle darüber zu stärken, wie der Rechtsstaat auf politisch motivierte Straftaten reagiert – unabhängig davon, aus welchem politischen Spektrum sie stammen.
Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innen, Recht, Digitales Leben, Migration und Religion
| Tel.: | 0391 560 4004 |
| E-Mail: | sebastian.striegel@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | sebastian-striegel.de |