Förderung von Tierversuchen und Tierversuchs-Alternativen in Sachsen- Anhalt mit öffentlichen Geldern

Kleine Anfrage vom 05.06.2025

Klima-, Natur-, Umweltschutz & Energie in Sachsen-Anhalt

In der Kleinen Anfrage der Abgeordneten Dorothea Frederking und Olaf Meister wird gefragt, wie viele öffentliche Gelder in Sachsen-Anhalt für Forschung mit Tierversuchen und für Alternativen dazu ausgegeben werden.

Die Landesregierung erklärt, dass mehrere Einrichtungen – etwa die medizinischen Fakultäten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie Institute wie das Leibniz-Institut für Neurobiologie – Tierversuche durchführen. Seit 2020 wurden mindestens rund 47.000 Tiere, überwiegend Mäuse, in 91 Forschungsprojekten eingesetzt. Die Projekte werden mit unterschiedlichen öffentlichen Mitteln von Land, Bund, EU oder Forschungsförderern finanziert, wobei die genaue Zuordnung der Gelder oft schwer nachvollziehbar ist, weil Daten in vielen Einrichtungen nicht einheitlich erfasst werden. Parallel fließen auch Gelder in Forschung nach dem sogenannten 3R-Prinzip, das Tierversuche ersetzen, reduzieren oder für Tiere schonender machen soll, insgesamt etwa 2,4 Millionen Euro seit 2020. Insgesamt zeigt die Antwort, dass Tierversuche weiterhin eine wichtige Rolle in der Forschung spielen, während Alternativmethoden zwar gefördert werden, die Finanzierung und Datentransparenz aber nur begrenzt nachvollziehbar sind.

Ansprechpartner*innen

Dorothea Frederking

Dorothea Frederking

Sprecherin für Landwirtschaft, Tierschutz, Verbraucherschutz, Medien und Europa

Landkreis Jerichower Land, Altmarkkreis Salzwedel, Landkreis Stendal

Tel.:0391 560 4021
E-Mail: dorothea.frederking@gruene-fraktion-lsa.de
Web: dorothea-frederking.de
Olaf Meister

Olaf Meister

Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Kommunales, Wissenschaft und Tourismus

Magdeburg, Salzlandkreis, Landkreis Börde

Tel.:0391 560 4017
E-Mail: olaf.meister@gruene-fraktion-lsa.de
Web: olaf-meister.de
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