Mobilität in Dessau-Roßlau, Magdeburg
Cornelia Lüddemann setzt sich mit dieser Anfrage für eine bessere Verzahnung von Rad und Schiene ein. Besonders auf der Pendler- und Touristenstrecke zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und der Bauhausstadt Dessau ist die kostenlose Fahrradmitnahme ein hohes Gut. Die Anfrage zeigt jedoch, dass die Kapazitäten oft an ihre Grenzen stoßen und es an belastbaren Daten sowie moderner Infrastruktur an den Bahnhöfen fehlt, um den Umstieg auf den Umweltverbund dauerhaft attraktiv zu gestalten.
Begrenzte Kapazitäten: In den eingesetzten Zügen der Linien RE 13 und RE 14 stehen je nach Zugtyp nur zwischen 6 und 12 Fahrradstellplätze zur Verfügung. Obwohl 2024 zusätzliche Fahrzeuge beschafft wurden, führen Werkstattaufenthalte und Abweichungen in der Zugbildung immer wieder zu Engpässen.
Fehlende Datengrundlage: Eine präzise Zählung der mitgeführten Fahrräder findet derzeit nicht statt. Die aktuelle Technik der automatischen Fahrgastzählsysteme (AFZS) kann Fahrräder nicht zuverlässig erfassen. Erst bei künftigen Neuausschreibungen soll diese Funktion verpflichtend vorgeschrieben werden.
Keine „systematische Überbelegung“: Laut Landesregierung und DB Regio liegen keine Erkenntnisse über eine dauerhafte Überfüllung vor. Beschwerden treten vor allem dann auf, wenn Züge aufgrund technischer Probleme in kürzeren Konfigurationen als geplant verkehren.
Abstriche bei der Bahnhofsausstattung: Entlang der Strecke gibt es ca. 1.240 Abstellmöglichkeiten. Während die Hauptbahnhöfe in Magdeburg und Dessau über Sammelschließanlagen verfügen, dominieren an kleineren Stationen oft noch einfache Vorderradhalter („Felgenklemmer“), die keinen ausreichenden Diebstahlschutz bieten. In Lübs fehlen Fahrradabstellplätze bisher komplett.
Ansprechpartner*innen

Cornelia Lüddemann
Fraktionsvorsitzende; Sprecherin für Mobilität, Landesentwicklung und ländliche Räume
| Tel.: | 0391 560 4004 |
| E-Mail: | cornelia.lueddemann@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | cornelia-lueddemann.de |