Gesundheit, Soziales & Gleichstellung in Sachsen-Anhalt Nord (Altmark-Kreise)
Dorothea Frederking fragt nach, welche Auswirkungen die geplante Lithiumförderung des Unternehmens Neptune Energy haben wird.
Die Landesregierung bestätigt, dass das Unternehmen in der Altmark jährlich 12–16 Mio. m³ Thermalwasser aus 1.500–4.000 m Tiefe fördern will, um 25.000 Tonnen Lithium zu gewinnen. Konkrete Angaben zu Technik, Druck oder Risikomanagement fehlen, da die Betriebspläne noch nicht eingereicht wurden. Das LAGB fordert weder ein seismisches noch ein Bodenbewegungs-Monitoring verbindlich, sondern will dies erst im Genehmigungsverfahren prüfen.
Die Umwelt- und Gesundheitsrisiken werden vollständig an die Betriebspläne von Neptune delegiert. Die Landesregierung hat keine eigenen Daten. Zwar soll es ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung geben, falls die UVP-Schwellenwerte überschritten werden, doch bleibt unklar, ob Umweltverbände und Anwohner wirklich Einfluss nehmen können. Die Entsorgung giftiger Rückstände (Quecksilber, Blei, radioaktive Stoffe) und die Nutzung maroder Alt-Leitungen sind ebenfalls noch ungeklärt.
Ansprechpartner*innen

Dorothea Frederking
Sprecherin für Landwirtschaft, Tierschutz, Verbraucherschutz, Medien und Europa
| Tel.: | 0391 560 4021 |
| E-Mail: | dorothea.frederking@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | dorothea-frederking.de |