Analphabetismus in Sachsen-Anhalt

Kleine Anfrage vom 22.10.2025

Bildung & Kultur in Sachsen-Anhalt

In der Antwort erklärt die Landesregierung, dass sie keine eigenen flächendeckenden Daten zur Zahl der Menschen mit funktionalem oder primärem Analphabetismus im Land hat und stattdessen auf bundesweite Studien wie die „LEO-Studie 2018“ zurückgreift. Danach lebten in Sachsen-Anhalt schätzungsweise etwa 200.000 Menschen mit geringer Lese- und Schreibfähigkeit, vor allem ältere Personen und häufiger Männer. Eine systematische Entwicklung seit 2015 lässt sich nicht belegen, weil entsprechende Landesdaten fehlen. Die Landesregierung benennt mehrere Ursachen für geringe Literalität – etwa Schwächen im Bildungssystem, Migration/Spracherwerb und soziale Benachteiligung. Sie verweist darauf, dass Sachsen-Anhalt eine Fach- und Koordinierungsstelle für Alphabetisierung und Grundbildung fördert und dass verschiedene Projekte im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF+) zur Verbesserung der Grundbildung umgesetzt werden. Zudem betont sie die Zusammenarbeit mit Bund, Volkshochschulen und anderen Akteuren, um Alphabetisierung und Grundbildung im Land zu stärken.

Ansprechpartner*innen

Susan Sziborra-Seidlitz
Susan Sziborra-Seidlitz

Sprecherin für Bildung, Soziales, Arbeit, Gesundheit, Integration und Gleichstellung

Tel.:0391 560 4107
E-Mail: susan.sziborra-seidlitz@gruene-fraktion-lsa.de
Web: www.sziborraseidlitz.de
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