Aggressionsdelikte und Gewalthandlungen zum Nachteil von Polizeibeamtinnen und -beamten im Jahr 2024

Kleine Anfrage vom 18.02.2025

Der Abgeordnete Sebastian Striegel im Gespräch mit einem Polizisten in Uniform. Sie stehen auf einem Hof, im Hintergrund ist eine weiße Wand mit bröckelndem Putz sowie ein vergittertes Fenster zu sehen.

Sicherheit & Mitbestimmung in Sachsen-Anhalt

2024 wurden in Sachsen-Anhalt 15 Fälle gefährlicher Körperverletzung mit insgesamt 24 Polizeibeamtinnen und -beamten als Opfer registriert. Hinzu kamen 1.052 Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte, davon 952 gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte. Eine genauere Erfassung nach Einsatzlagen ist in der Polizeilichen Kriminalstatistik nur sehr eingeschränkt möglich; dort wurden 967 Fälle im Zusammenhang mit Angriffen auf Polizeibeschäftigte erfasst, davon 923 ohne Bezug zu einer Veranstaltung, 21 bei Fußballveranstaltungen und 6 bei Demonstrationen oder Versammlungen. Für Verletzungen wurden gesondert Dienstunfallanzeigen ausgewertet: Insgesamt wurden 92 Polizeibeamtinnen und -beamte durch Angriffe oder Widerstandshandlungen verletzt, davon 91 leicht und 1 schwer. Die meisten Verletzten gab es im allgemeinen Streifendienst mit 53 Fällen, gefolgt von sonstigen Einsatzlagen mit 26 und Anhalte- und Kontrollsituationen mit 8. Die Antwort macht damit deutlich, dass Übergriffe auf Polizeibeschäftigte vor allem im alltäglichen Einsatzgeschehen vorkommen und meist mit Widerstandshandlungen zusammenhängen.

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