Ländlicher Raum & Strukturwandel in Sachsen-Anhalt
Die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Olaf Meister (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) befasst sich mit den jeweils höchsten natürlichen Erhebungen in den 11 Landkreisen und 3 kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts. Die Kleine Anfrage mit dem Titel „14 summits (14 Gipfel) Sachsen-Anhalt“ wurde im November 2025 eingereicht und als Drucksache 8/6180 veröffentlicht.
Hintergrund der Initiative ist eine eher ungewöhnliche, aber anschauliche Fragestellung: Nach dem Vorbild der berühmten „Achttausender“ im Himalaya sollten die höchsten „Gipfel“ jedes Landkreises und jeder kreisfreien Stadt in Sachsen-Anhalt ermittelt werden. Die Landesregierung beantwortet die Anfrage auf Grundlage amtlicher Geodaten des Landesamts für Vermessung und Geoinformation. Dabei wird erklärt, dass die höchsten Punkte mithilfe eines digitalen Geländemodells exakt berechnet wurden. Ziel ist also eine präzise, geografische Bestandsaufnahme des Landes.
Die Antwort zeigt: Die höchsten Punkte unterscheiden sich stark in ihrer Lage und Höhe. Während im Harz mit dem Brocken der mit Abstand höchste Berg des Landes liegt, finden sich in anderen Regionen deutlich niedrigere Erhebungen, etwa Deponien, Hügel oder künstlich geprägte Standorte. In der Börde etwa wird ein Punkt mit dem humorvollen Namen „Kalimanscharo“ als höchste Erhebung genannt, während in Städten wie Magdeburg oder Dessau-Roßlau eher unscheinbare Höhen dominieren.
Gleichzeitig macht die Landesregierung deutlich, dass nicht alle dieser Punkte öffentlich zugänglich sind. Einige befinden sich auf Privat- oder Firmengelände und dürfen ohne Genehmigung nicht betreten werden. Nur wenige Orte – insbesondere touristisch erschlossene wie der Brocken – sind frei zugänglich und tatsächlich für Besucher*innen erlebbar.
Für die Menschen in Sachsen-Anhalt ist die Kleine Anfrage vor allem deshalb interessant, weil sie einen neuen Blick auf die eigene Region eröffnet. Sie zeigt, dass jedes Gebiet – egal ob städtisch oder ländlich – seinen „höchsten Punkt“ hat und damit eine eigene kleine geografische Besonderheit besitzt. Gleichzeitig liefert die Antwort einen praktischen Einblick in die Arbeit der Landesvermessung und die Nutzung moderner Geodaten, die für Planung, Kartografie und Verwaltung eine wichtige Rolle spielen.
Insgesamt verbindet die Initiative also spielerische Neugier mit amtlicher Genauigkeit: Sie macht sichtbar, wie vielfältig die Landschaft Sachsen-Anhalts ist – von den Höhen des Harzes bis zu den eher flachen Regionen im Norden und Osten des Landes.
Ansprechpartner*innen

Olaf Meister
Sprecher für Wirtschaft, Finanzen, Kommunales, Wissenschaft und Tourismus
| Tel.: | 0391 560 4017 |
| E-Mail: | olaf.meister@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | olaf-meister.de |