Mobilität in Halle (Saale)
Die Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Sebastian Striegel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) aus April 2026 beschäftigt sich mit der geplanten Erneuerung der Eisenbahnüberführung zwischen Halle-Ammendorf und Schkopau. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die wichtige Verbindung für den Rad- und Fußverkehr erhalten werden kann. Mit der parlamentarischen Initiative wollte der Abgeordnete von der Landesregierung erfahren, wie der aktuelle Planungsstand aussieht, welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen und welche Lösungen für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen vorgesehen sind.
Hintergrund ist, dass die bestehende Eisenbahnbrücke über die Saale erneuert werden muss. Der bisher an der Brücke vorhandene Steg wird nicht nur von Fußgänger*innen genutzt, sondern ist auch Teil des überregionalen Saaleradwegs. Nach den aktuellen Planungen der Deutschen Bahn soll jedoch lediglich eine neue Eisenbahnbrücke gebaut werden. Eine integrierte Verbindung für den Rad- und Fußverkehr ist bislang nicht vorgesehen. Stattdessen wäre dafür eine separate Brücke erforderlich, für die bislang keine gesicherte Finanzierung besteht.
Die Landesregierung erklärt in ihrer Antwort, dass sich die Planungen derzeit in der Genehmigungsphase befinden und die Finanzierung des Eisenbahnbauwerks über den Bund erfolgt. Die Deutsche Bahn hat sich grundsätzlich bereit erklärt, Planung und Bau einer zusätzlichen Geh- und Radwegbrücke in das Gesamtprojekt einzubeziehen – allerdings nur, wenn die Finanzierung durch Dritte gesichert wird. Zwischen dem Land Sachsen-Anhalt, der Gemeinde Schkopau und dem Saalekreis laufen dazu weiterhin Gespräche. Gleichzeitig verweist die Landesregierung auf verschiedene Förderprogramme von Bund und Land, über die ein solcher Brückenbau grundsätzlich unterstützt werden könnte.
Die Antwort macht außerdem deutlich, welche Bedeutung die bestehende Verbindung für die Region hat. Der Saaleradweg gehört zu den wichtigsten Radfernwegen Deutschlands und ist Teil des bundesweiten Radnetzes. Die bisherige Querung ermöglicht eine sichere und verkehrsarme Verbindung entlang der Saale. Fällt sie weg, müssten Radfahrer*innen und Fußgänger*innen deutliche Umwege in Kauf nehmen. Besonders betroffen wäre der Ortsteil Kollenbey, dessen direkte Anbindung an das Zentrum von Schkopau verloren ginge. Die Landesregierung bewertet die bestehende Verbindung deshalb sowohl für den Alltagsverkehr als auch für den Tourismus als wichtig.
Die Kleine Anfrage schafft Transparenz über den Stand des Projekts und macht deutlich, dass beim Neubau der Eisenbahnüberführung nicht nur der Schienenverkehr, sondern auch die Bedürfnisse von Radfahrerinnen und Fußgängerinnen berücksichtigt werden müssen. Für die Menschen in Sachsen-Anhalt ist das Vorhaben von großer Bedeutung, weil es um sichere Mobilität, den Erhalt wichtiger Radverkehrsverbindungen und eine gute Erreichbarkeit der Region für Alltag und Tourismus geht.
Ansprechpartner*innen

Sebastian Striegel
Parlamentarischer Geschäftsführer, Sprecher für Demokratie, Innen, Recht, Digitales Leben, Migration und Religion
| Tel.: | 0391 560 4004 |
| E-Mail: | sebastian.striegel@gruene-fraktion-lsa.de |
| Web: | sebastian-striegel.de |